Übersicht The Beer Game
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The Beer Game

Logistiksimulation

Historische Wurzeln

Das "Beer Distribution Game" wurde in den 60er Jahren an der Sloan School of Management des Massachusetts Institute of Technology von Jay W. Forrester entwickelt und seitdem unzählige Male auf der ganzen Welt mit Teilnehmern unterschiedlichster Zusammensetzung gespielt. Prof. Dr. Gert von Kortzfleisch hat es in den 70er Jahren nach Mannheim gebracht, wo es seitdem zum festen Bestandteil in der betriebswirtschaftlichen Ausbildung am Industrieseminar zählt. Als klar abgegrenzte und gegenüber der Realität vereinfachte Lernumgebung vermag es die Probleme, die bei der Steuerung schon relativ einfacher Systeme auftreten können, eindrucksvoll vor Augen zu führen.

Spielgegenstand: Herstellung und Distribution von Bier
Das „Beer Game" basiert auf einer vierstufigen Logistikkette, wie sie in industrialisierten Volkswirtschaften häufig und nicht nur in der Brauereiwirtschaft anzutreffen ist. Auf dem Spielplan - siehe Abbildung - gibt es von rechts nach links eine Fabrik, ein Regionallager, einen Großhändler und einen Einzelhändler. Jede Stufe im Produktions- und Distributionsprozess ist farbig gekennzeichnet: die Fabrik magenta, das Regionallager grün, der Großhändler rot und der Einzelhändler blau. Gegenstand der Produktion und Distribution ist Bier. Ein Kasten Bier wird dabei durch einen gelben Kunststoffchip oder eine Einpfennigmünze repräsentiert. Schwarze Kunststoffchips oder Zehnpfennigstücke stehen für eine Palette mit 10 Bierkästen. Die Endkunden kaufen ausschließlich bei dem Einzelhändler, der wiederum beim Großhändler usw., sodass die Waren die einzelnen Stationen der Kette streng sequentiell durchlaufen. Die Fabrik produziert das Fertigerzeugnis (Bier) in einem zweistufigen Herstellungsprozess. Rohstoffe stehen ihr dabei unbegrenzt zur Verfügung.

beergame

Das Produktions- und Distributionssystem „Beer Game" besteht aus zwei Ebenen:

  • Auf der informationellen Ebene werden eingehende Aufträge bearbeitet, Bestellungen erteilt und Bestellformulare weitergereicht. Die Informationsströme erfolgen im oberen Drittel des Spielplans.
  • Auf der Ebene des physischen Materialflusses erfolgt der Transport der Ware durch die Logistikkette. Auf dem Spielfeld vollzieht sich der Materialfluss im unteren Drittel.

Mit Ausnahme der Fabrik sind alle Stufen der logistischen Kette völlig identisch. Bei der Fabrik gibt es geringfügige Besonderheiten, nicht in Bezug auf die Struktur, sondern hinsichtlich der Semantik. Jede Stufe - auch die Fabrik - verfügt über ein Lager, das durch Zuflüsse aus dem Wareneingangspuffer oder der Produktionsstufe II sowie durch Abflüsse in den Warenausgangspuffer verändert wird. Durch die Pufferläger treten beim Transport der Waren aus einem Zentrallager in das der nachgelagerten Stufe zeitliche Verzögerungen auf. Gleiches gilt für den Informationsfluss: auch hier gibt es Verzögerungen, bis aus erteilten Bestellungen eingehende Aufträge werden, die bedient werden können.

Zu Beginn des Spiels befindet sich das System im „Gleichgewicht". Jedes Lager ist mit 12 Bierkästen gefüllt, und in jedem Pufferlager befinden sich vier Bierkästen. Die Verbrauchernachfrage beträgt ebenfalls vier, und die Felder erteilte Bestellungen und eingehende Aufträge sind mit Bestellformularen für jeweils vier Bierkästen bestückt.

Im Verlaufe des Spiels werden Waren entlang des physischen Materialflusses von der Fabrik zum Endkunden transportiert. Die Informationen in Form von Bestellzetteln fließen in Gegenrichtung. Kann eine der Stufen des Produktions- und Logistiksystems nicht liefern, bleibt die Nachfrage als Auftragsrückstand bis zur tatsächlichen Lieferung erhalten. Stornierungen von erteilten Bestellungen oder Produktionsaufträgen sind auf keiner Stufe der Lieferkette gestattet.

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